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Christiane Vulpius in Lauchstädt

Christiane in Lauchstädt

Den Beinamen Goethestadt trägt Bad Lauchstädt in stolzer Erinnerung an das Wirken Johann Wolfgang von Goethes als Theaterleiter in unserer Stadt. Christiane Vulpius, seit 1806 die Geheime Räthin von Goethe, hat bis 1810 erheblich dazu beigetragen, dass ihr in Weimar vielbeschäftigter Gatte das Theaterwesen in dem eine Tagesreise von Weimar entfernten Badeort mit Erfolg betreiben konnte.

Christiane besucht Lauchstädt ab 1802 fast jedes Jahr mehrere Wochen. Sie begleitet die Weimarer Schauspieler, organisiert deren Unterbringung vor Ort, kümmert sich um das Kassenwesen des Theaters und berichtet Goethe in Briefen über den Verlauf der Gastspiele. Vor allem aber genießt sie die freie und heitere Atmosphäre des Badeortes und die Anerkennung, die man ihr in Lauchstädt entgegenbringt. Christiane ist eine ausgezeichnete Tänzerin und begehrte Tanzpartnerin. Ihre ‚Äugelchen‘, wie sie ihre zahlreichen Verehrer in Briefen an Goethe nennt, folgen ihr manchmal sogar bis nach Weimar. Ihren überlieferten Beschreibungen verdanken wir gute Kenntnisse des gesellschaftlichen Lebens in Lauchstädt zu jener Zeit. Die Wohnstätten Christianes in Lauchstädt sind überliefert und können im Rahmen einer der beliebten ‚Christiane-Führungen‘ besucht werden.

Seit 1968 ist in der Teichlaube des Kurparks die Büste Christianes von dem Weimarer Hofbildhauer Carl Gottlieb Weißer aufgestellt. Anfang Juni jedes Jahres erinnert eine Christiane-Feier im Kurpark an Goethes Gefährtin und Ehefrau.

Christiane Vulpius

Christiane Vulpius mit Sohn August
Aquarell von Johann Heinrich Meyer, 1793 | Quelle: Klassik Stiftung Weimar