Charleys Tante – Historische Kuranlagen & Goethe-Theater Bad Lauchstädt

Operette nach dem Lustspiel von Brandon Thomas

Buch & Gesangstext: Dominik Wilgenbus
Musik: Ernst Fischer
Bearbeitung & Arrangement: Alexander Krampe

Eine Produktion von „Projekt Kammeroper in München e.V.“

Musikalische Leitung: Nabil Shehata
Regie: Dominik Wilgenbus
Es spielt das Ensemble der Kammeroper München

Besetzung:
Maximilian Nowka Lord Fancourt Babberley | Semjon Bullinski Charles Wykeham | Dominik Wilgenbus Brassett | Torsten Frisch Colonel Sir Francis Chesney

Anne Steffens Amy Spettigue | Stefan Kastner Lord Stephen Spettigue | Katharina Blaschke Donna Lucia D’Alvadorez | Serafina Starke Ela Delahay

Kartenpreise: 85 € | 69 € | 63 € | Platz mit eingeschränkter Sicht 22 €
Ermäßigung: 83 € | 67 € | 61 € | Platz mit eingeschränkter Sicht 22 €

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Die Mutter aller Boulevardkomödien ist seit ihrer Uraufführung ein Publikumsrenner und die Titelrolle ein Leckerbissen für die größten Schauspieler. Zwar immer wieder mit mehr oder weniger Glück aktualisiert, wurzelt „Charleys Tante“ doch unverkennbar im viktorianischen England. Erst wenn vor dem Hintergrund der strengen Moral und Prüderie der Entstehungszeit eine falsche Tante um ihr Leben, d. h. ihr gesellschaftliches Überleben spielt, entfaltet dieser Lustspielklassiker seine volle Qualität.

Gefühle, ganz gleich ob echte, falsche oder verwirrte, sind immer ein Fall für Musik. Merkwürdig insofern, dass „Charleys Tante“ nicht sofort in eine Operette verwandelt wurde, oder spätestens in den 20ern in ein Musikalisches Lustspiel! Aber nun ist die Kammeroper München ja zur Stelle, um diese Lücke auf ihre bewährte Weise, also mit Witz, Charme und voller Überraschungen zu schließen.

Die Musik des heute so gut wie vergessenen Ernst Fischer (1900–1975) klingt wie für dieses Vorhaben gemacht: Es sind schwungvolle, raffiniert instrumentierte Orchesterstücke aus den 30er bis 50er Jahren, deren Melos und Rhythmik gleichermaßen mitreißen. Fischers zugleich eingängige und anspruchsvolle Partituren lassen an eine Mischung aus Paul Hindemith und George Gershwin denken.

Aus „Charleys Tante“ ein Stück Musiktheater zu machen, heißt, die Musik statt als akustische Dekoration – was sie u. a. in den Verfilmungen des Stoffes mit Heinz Rühmann und Peter Alexander ist – als wichtigsten Ausdrucksträger zu behandeln. Um diese Dimension bereichert, wird aus der schrillen Travestie eine große Komödie.

Um seinen Freunden das ersehnte Rendezvous mit ihren Angebeteten zu ermöglichen, verwandelt sich der exzentrische junge Lord Babberley in Charleys Tante. Seine Wirkung als Anstandsdame ist aber so überwältigend, dass sie alle Beteiligten in ein haarsträubendes Chaos der Leidenschaften stürzt. Nicht bloß klare Köpfe und heiße Herzen stehen auf dem Spiel, sondern plötzlich auch Babberleys Existenz …

Foto: Sabina Tuscany

Juni 15 @ 15:00
15:00

Goethe-Theater

Theatersommer 2024

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